Wellness vom Feinsten praktizieren und erleben kann man in der Natur. Voll im Trend liegt momentan das sogenannte „Waldbaden“ oder auf japanisch „Shirin-yoku“. Unter Waldbaden versteht man das bewusste Verweilen im Wald, um sich zu erholen und seine Gesundheit zu stärken. In Japan ist Waldbaden fester Bestandteil in der Gesundheitsvorsorge und wird seit vielen Jahren in umfangreichen Studien erforscht. Die Wirkung des Waldbadens ist den meisten von uns aus eigener Erfahrung bekannt – wenn auch vielleicht nicht unter diesem Namen.

Die Atmosphäre des Waldes, das durch die Blätter streifende Licht, die Stille, die Anwesenheit von Wasser lassen uns zur Ruhe kommen. Wir fühlen uns weniger gestresst. Der Wald wirkt entschleunigend, die frische, kühle Luft stärkt und vitalisiert. Dabei geht es darum, den Wald bewusst und achtsam wahrzunehmen, sich vielleicht auf einen Baumstumpf zu setzen und die Umgebung auf sich einwirken zu lassen. Ohne Hektik und ohne Leistungsgedanken, ohne Höhenmeter- und Schrittzähler. Einfach in der Natur sein, so wie wir es als Kinder getan haben.

Überhaupt hat alles, was uns mit der Natur verbindet, einen gesundheitsfördernden Einfluss auf uns Menschen. Naturbelassene Ernährung, frische Luft, Sonnenlicht, Barfußgehen, stundenlang dem Rauschen eines wilden Wassers zuzuhören, das Beobachten von Tieren,… Die Aufzählung kann so unendlich fortgeführt werden. Hauptsache raus in die Natur!

Text: Karin Oesch

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