Im Sommer konzentrieren wir uns kulinarisch gerne auf die innere Abkühlung. Viele verschiedene Erfrischungsgetränke, die wir gerne im Garten, Parkbad oder am See zu uns nehmen. Zum Glück wird in den Haushalten vermehrt selbst gezaubert, anstattt überzuckerte Fertiglimonaden im Supermarkt zu kaufen. Und es ist relativ einfach, man weiss was drinnen ist, spart viel Plastikmüll, ist gesünder und auch günstiger.

Kalte Getränke sind logischerweise extrem beliebt in der heißen Jahreszeit. Eistees, Smoothies und Cocktails (mit und ohne Alkohol) sind und bleiben die Dauerbrenner im Sommer, obwohl eigentlich warme Getränke erfrischender sein sollen – aber egal, das glaubt sowieso niemand.

Eistees

Wie wir alle wissen – Eistee ist ein Kaltgetränk, für das Tee heiß zubereitet und rasch abgekühlt wird, um einen bitteren Geschmack zu vermeiden. Nach traditionellem Rezept handelt es sich um einen Tee aus Schwarztee mit Zitronensaft und Zucker. Mittlerweile gibt es natürlich viel mehr Varianten – ob im Handel fertig gekaufter bzw. zu Hause selbst zubereiteter Eistee. Im Internet findet man unzählige Varianten.
Hier meine Favoriten…

Kamilleneistee:
Kamillentee (Sackerl)
Grüner Tee (Sackerl oder lose)
Frisch gepresster Orangensaft
Minzblätter
Alles mit heißem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen, viele Eiswürfel rein und schon ist er fertig. Wegen der Kamille sehr erfrischend.

Erdbeereistee:
Hagebuttentee (Sackerl)
Waldbeertee (Sackerl)
Frische Erdbeeren
Event. Rosmarinzweig
Orangenscheiben
Wie oben beim Kamillentee zubereitet.

Kräutereistee:
Fencheltee (Sackerl)
Salbeiblätter
Brennesselblätter
Rosmarin
Minzeblätter
Frisch gepresster Zitronensaft
Wie oben zubereitet, geht dann auch gut auf Eis mit einem Anisschnaps (Pernod, Pastis, Ouzo, Raki,….)

Smoothies

. . . sind kalte Mixgetränke aus Obst und/oder Gemüse. Basis für Smoo-thies ist die ganze Frucht (teilweise wird auch die Schale mit verarbeitet) die je nach Rezept mit Säften, Wasser, Milch, Milchprodukten oder Kokosmilch gemischt wird, um eine cremige und sämige Konsistenz zu erhalten. Ein guter Blender (Standmixer) ist jedoch Voraussetzung, Stabmixer oder Blitzhacker funktionieren hierfür nicht.

Der grüne Klassiker:
Frische Spinatblätter, Grünkohl
Zitronensaft
Minze
Kiwi, Banane, Äpfel
Ingwer (optional wie alles)
Wasser oder Kokosmilch
Eigentlich sehr einfach, alles zusammen in einen Standmixer geben und zu einer trinkbaren Flüssigkeit mixen. Wasser oder Kokosmilch erst zum Schluss nach und nach zugeben, damit man die „Dicke“ des Safts bestimmen kann.

Die Vitaminbombe:
Wie immer Obstanteile mit der jeweiligen Flüssigkeit mixen.
Es geht mit jedem Obst:
Orangen, Melone, Beeren, Trauben,
Äpfel, Bananen, Birnen, Marillen, Ananas, Limetten, . . .
(Bitte Kerne jeweils entfernen, vor allem bei Steinobst wie Pfirsich)


Erfrischende Cocktails

Woher kommt eigentlich der Name „Cocktail“? Die Bezeichnung ist bei Hahnenkämpfen entstanden. Der Besitzer des Siegerhahns hatte das Recht, dem unterlegenen Hahn eine Feder herauszureißen, die er in sein Getränk steckte. Anschließend habe man auf den Hahn mit dem Satz „On the cock´s tail“ angestoßen. Da das Wort Cocktail aus der Zusammenschreibung der englischen Wörter cock (Hahn) und tail (Schwanz) entstanden ist, kann es ja eigentlich nur so gewesen sein, oder? Aber es gibt zur Wortherkunft viele Theorien und Anek- doten, diese gefällt mir am besten.

Erfrischende all time classics:
Mojito, Caipirinha, Cosmopolitan, Tequila Sunrise, Sex on the Beach etc… aber diese Rezepte kennt vermutlich jeder… Meine Lieblingskategorie an heißen Tagen sind Juleps und Sours. Egal ob die oben genannten nun zur Kategorie Cocktail oder zu den Longdrinks gehören, schmecken tun sie.

Mint Julep:
10 Minzeblätter
1 TL Streuzucker
2cl klares Wasser
10 cl Whiskey (Bourbon, Canadian)
Minzeblätter, Streuzucker und Wasser in ein Longdrinkglas geben und mit einem Holzstössel gut zerdrücken. Crushed ice dazugeben, mit Whiskey alles gut verrühren bis das Glas aussen frostig ist, Minze als Deko und event. Puderzucker darüber.
Dies ist das Grundrezept eines jeden Julep. Wenn man einen anderen versuchen möchte, nur den Whiskey austauschen, z. B. mit Sekt, Southern Comfort, Brandy etc… der Rest ist immer gleich.

Whiskey Sour:
5cl Bourbon Whiskey
3cl frisch gepresster Zitronensaft
2cl frisch gepresster Orangensaft
Sehr simpel. Alles zusammen mit Eiswürfel kräftig shaken und durch ein Sieb in ein Whiskeyglas abgießen.
Wie beim Julep werden auch bei den Sours immer alle gleich gemacht. Nur den Whiskey austauschen, z. B. mit Gin, Wodka, Tequila, Amaretto oder Brandy.

Zucker Ja/Nein?
„Ich verwende sicherlich keinen weissen Zucker – so ein Gift“ Na, schon mal gehört? Ich zu oft und kann dieses leidige Thema eigentlich nicht mehr kommentieren. Darum soll jeder machen, was er will. Wisst ihr noch, als Palmöl genial war!?! Alle Rezepte habe ich ohne Zucker aufgeschrieben, natürlich kann überall je nach Geschmack weisser Zucker, brauner Zucker, Stevia, Flüssig-Süßstoff, Honig oder sonstiges dazugefügt werden, bitte jeder wie er will.

Rezepte und Bericht von Mario Nussbaumer 

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