Es gibt nicht wirklich etwas Gemütlicheres als einen netten Abend mit Freunden zu Hause, oder auch in Zweisamkeit auf der Couch. Dazu kommt oft eine gute Flasche Wein und etwas zu knabbern. Diese Knabbereien müssen aber nicht immer Kartoffelchips, Soletti, Gemüsesticks und Co. sein. Mit relativ wenig Aufwand kann man hier schon viel spannendere Snacks produzieren.

Wie soll gegessen werden?
Für die Vorbereitung solcher Speisen sollte man sich vorab überlegen, ob es sich um reines Fingerfood handeln soll, sprich ob man die Snacks komplett ohne Besteck zu sich nimmt oder jeder mit Teller und Messer ausgestattet wird. Beim reinen Fingerfood bedarf es zwar etwas mehr Vorberei- tungszeit, da die kleinen Gerichte fix fertig auf den Tisch kommen. Aber auch am Tisch von jedem selbst zubereitete Speisen sorgen für Gemütlichkeit.

Klassiker zu Wein und Co.
Egal für welche Variante man sich entscheidet, diese Häppchen sollten keinesfalls fehlen, denn sie füllen nicht nur optisch den Tisch, sie werden auch immer gerne gegessen und der Aufwand ist äusserst überschaubar. Es handelt sich dabei jedoch nicht um die Hauptdarsteller der Snacks, sondern sozusagen um die Beilagen. Ganz nach dem Motto „schaut gut aus und kostet nicht viel“:
Oliven
Kapernbeeren
Grissini
Eingelegtes Gemüse
Pistazien (da hat man auch am Tisch etwas zu arbeiten, bis sie geschält sind)

TomMozza-Sardellen Sticks


Einfach Mini-Mozzarella Bällchen mit einer Cocktailtomate sowie Sardellenringerl auf Zahnstocker/Stick stecken und mit Pestos beträufeln. Vielleicht mit Ruccola-Pesto? Einfach Ruccola mit Salz, Olivenöl und Parmesan mixen. Fertig.

Mini Pulled Salmon Burger
Am besten nimmt man kleine Jour-Gebäck Weckerl. Den Lachs einfach im Ofen ohne allem durchgaren, anschliessend mit der Gabel zerfetzen, Olivenöl, Zitrone und frischer Pfeffer drauf und auf Ruccola im Brötchen anrichten. Fenchel, Dill und Joghurtsauce passt super.

Taco Schiffchen
Taco/Fajita Fladen gibt es auch in einer Boot-Form zu kaufen, in zwei Größen. Diese lassen sich senstationell füllen und sind ein Hingucker. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzten. Ich habe diese mit Parmesan-Guacamole, marinierter Gurke, Salat, Flusskrebsen oder Shrimps gefüllt.

Gemüse-Chips


Hierzu kann man fast jedes Gemüse verwenden. Karotten, Sellerie, Rote Beete, Kohlrabi, Zuchini, etc. Die haudünn geschnittenen Gemüsescheiben nebeneinander auf mehrere Backbleche mit Backpapier legen. Chips etwa eine dreiviertel Stunde bei 170 Grad mit Heißluft backen. Während der Backzeit einige Male die Backofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweicht oder einen kleinen Spalt geöffnet lassen. Je nach Dicke der Gemüsescheiben und Gemüsesorte können die Chips etwas kürzer oder länger brauchen, deswegen etwa nach einer halben Stunde unbedingt immer wieder nachsehen!

Frittierte Ährenfische mit Aioli


Mit den kleinen frittierten Fischen kann man sich relativ einfach ein bisschen Urlaubs-Feeling nach Hause holen. Egal ob in Spanien, Portugal oder Griechenland – kleine frittierte Fische sind ein beliebtes Finger-Food. In Griechenland werden sie Gavros genannt. Man benötigt lediglich Ährenfische, diese mehlieren und Öl zum Frittieren.
Für die Aioli nimmt man 1 Ei, 250 ml Olivenöl , 4 Knoblauchzehen, Saft von 1/2 Zitrone, 1/2 TL Dijon Senf, Salz und Pfeffer.

Shrimps…
…gehen immer! Ich empfehle, für Fingerfood Shrimps oder Garnelen zu kaufen, die bereits entdarmt sind und idealerweise nur teilweise bis auf die Schwanzspitze geschält sind. Dann sind sie einfach zu essen. Ich brate sie in reichlich Knoblauch-Olivenöl kurz an, frische Petersilie oä. darüber und noch heiss in einer Schüssel servieren.

Rezepte und Bericht von Mario Nussbaumer

www.facebook.com/kulinarisches.salzkammergut

Beitragsbilder: Adobe Stock

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