Gerade in Zeiten, in denen man viel daheim ist, hat man in manchen Räumen das Gefühl, dass einem die Luft ausgeht. Da hilft natürlich mehrmaliges Stoßlüften am Tag, um verbrauchte gegen frische Luft auszutauschen.

Aber es ist nicht nur der Sauerstoffmangel, der uns zu schaffen macht, sondern auch belastende Stoffe, die von Teppichen, Möbeln und dem Gebäude selbst abgegeben werden können. Besonders bekannt ist der krebserregende Stoff Formaldehyd, der in Klebstoffen, Insektenschutzmitteln, Teppichböden und in diversen Holzmaterialien verarbeitet ist. Dazu kommen Benzol, Schimmelsporen und Allergene. Alle diese Stoffe können mannigfaltige Beschwerden und teilweise schwere Krankheiten auslösen.

Schutz vor Krankheiten

In den eigenen vier Wänden kann man darauf achten, schadstoffreiche Materialien zu vermeiden oder zu entfernen, in Mietobjekten und vor allem am Arbeitsplatz wird es schon schwieriger. Gesunde Ernährung und entgiftende Maßnahmen wie beispielsweise Detoxkuren können vor Gesundheitsschäden schützen.

Natürliche Luftreinger

Auch Zimmerpflanzen können einen großen Beitrag leisten. Sie erfreuen nicht nur unser Auge mit ihrem schönen Grün und tun unserer Seele gut, sondern verbessern und reinigen die Raumluft! Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, welche Pflanzen man wählt.

Hier einige Zimmerpflanzen, die zur Luftreinigung empfohlen werden:

  • Efeu
  • Bogenhanf (Sansevieria)
  • Birkenfeige (Ficus benjaminia)
  • Drachenbaum (Dracaena)
  • Blattfahne (Einblatt)
  • Grünlilie
  • Baumfreund (Philodendron)
  • Schefflera (Fingeraralie)

Für Schlafräume empfehlen sich nachstehende Pflanzen, weil sie nachts Kohlendioxid aufnehmen:

  • Bogenhanf
  • Echte Aloe
  • Orchidee
  • Bromelie

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Pflanzen ihren Ansprüchen entsprechende Standorte haben, damit sie sich gesund entwickeln können. Die meisten der hier genannten Zimmerpflanzen sind eher anspruchslos und begnügen sich mit einem hellen Standort und wenig Wasser. Ein regelmäßiges Abstauben der Blätter unterstützt die reinigende Wirkung. Wer unter Pollenallergien leidet, sollte auf blühende Pflanzen im Haus verzichten.

Giftige Zimmerpflanzen

Einige Zimmerpflanzen enthalten auch Giftstoffe – manchmal ist es der Pflanzensaft, der bei Hautkontakt zu Irritationen führen kann. Meist ist aber der Verzehr von Blättern gesundheitsschädlich. Wer also kleine Kinder oder Haustiere hat, sollte bei der Auswahl darauf achten, möglichst unbedenklich Pflanzen auszuwählen.

Für Menschen giftig sind unter anderem folgende beliebte Zimmerpflanzen:

  • Alpenveilchen – sehr giftig
  • Amarylis (Ritterstern) – sehr giftig
  • Aralie
  • Primel – sehr giftig
  • Dieffenbachie – sehr giftig
  • Grünlilie – leicht giftig
  • Korallenbaum – sehr giftig
  • Prachtlilie – sehr giftig
  • Ruhmeskrone – sehr giftig
  • Schefflera – leicht giftig
  • Weihnachtsstern
  • Wunderstrauch – sehr giftig

Für Tiere sind weiters giftig:

  • Aloe
  • Bogenhanf
  • Christusdorf
  • Drachenbaum
  • Yucca

(Diese beiden Listen der giftigen Zimmerpflanzen sind nicht vollständig – bitte fragen Sie beim Kauf nach)

Bilder: Adobe Stock

Teilen