Erfolg entsteht im Kopf

Unbestritten. Die Zeiten sind derzeit alles andere als rosig. Die von der
Regierung verordneten Maßnahmen und Restriktionen betreffen unser soziales Zusammenleben und die Wirtschaft gleichermaßen. Viele Unternehmer wissen nicht, wie sie die nächsten Monate überleben sollen.

Sind wir der derzeitigen Situation bedingungslos ausgeliefert? Oder können wir selbst etwas unternehmen, um unsere Lage zu verändern?

Opfer oder Gestalter
Ich glaube an das Potential und die Möglichkeiten jedes einzelnen
Menschen. Wir können unser Leben und unsere Zukunft aktiv gestalten, denn wir haben die Macht, Dinge jederzeit zu verändern. Veränderung, egal welcher Art, muss aber immer im Kopf beginnen. Deshalb sind unsere Gedanken und unsere Überzeugungen so wichtig. Schon im Talmud steht: „Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

Mangel oder Fülle
Wenn es also so ist, dass Gedanken letztendlich zu unserer Realität
werden, ist klar, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, ob in unserem Leben Mangel oder Fülle herrscht. Das betrifft jeden von uns, egal ob Privatperson oder Unternehmer. Wenn Sie also Mangel in Ihrem Leben, beruflich oder privat, erfahren, dann leiden Sie wahrscheinlich, bewusst oder unbewusst, an Mangeldenken. Als Unternehmer sind Sie vielleicht mit schlecht laufenden Geschäften, zu wenig Kunden, zu niedrigen Umsätzen, geringen Erträgen oder Mitarbeiterfluktuation konfrontiert.

Mangeldenken entlarven
Wie können Sie dieses Mangeldenken erkennen? Wenn Sie sich permanent mit Ihren Mitbewerbern beschäftigen, sich ständig vergleichen, besser sein wollen als diese – anstelle etwas Anderes bzw. Einzigartiges anzubieten – dann lässt das auf ein derartiges Denken schließen. Einzelkämpfertum, extreme Sparsamkeit, Angst davor, den eigenen Preis zu nennen, Investitionen als Kosten zu sehen, Marketing- und Werbeausgaben zu reduzieren und immer nur Gründe zu suchen, warum etwas nicht geht, sind klare Indizien für ein Denken im Mangel. Auch Eigenschaften wie Neid, Geiz, Eifersucht, Misstrauen, Minderwertigkeitsgefühle und Unzufriedenheit fördern dieses Denken.

Woran glauben Sie?
Der Knackpunkt ist Ihre eigene, innere Überzeugung. Mangeldenken be-
deutet, dass Sie glauben, dass etwas fehlt oder dass Sachen, die Sie haben wollen, knapp sind. Ihr Fokus ist auf das gerichtet, was Sie nicht haben, statt auf Dinge, die Sie erreichen oder haben wollen. Mangeldenken verhindert somit Erfolg und beeinträchtigt die Lebensqualität. Denken in Fülle bedeutet hingegen, dass Sie überzeugt sind, dass genug für alle da ist. Nehmen wir das liebe Geld als Beispiel: Warum werden reiche Menschen immer reicher und arme Menschen immer ärmer? Warum besitzt ein „armer“ Mensch, der zum Lottomillionär wird, schon nach kurzer Zeit kein Geld mehr? Was diese Menschen unterscheidet, ist ihr Denken oder anders gesagt, ihre Überzeugung, was ihnen im Leben zusteht.

Mangeldenken auflösen
Wie können wir dieses Denken ändern? Die Bereitschaft für Veränderung ist der erste wesentliche Schritt. Für viele Menschen ist es schwierig zu
akzeptieren, dass sie selbst den Mangel durch ihre Gedanken und die daraus resultierenden Handlungen erschaffen haben. Machen Sie sich Ihre Überzeug-ungen und Glaubenssätze bewusst und hinterfragen Sie diese. Versuchen Sie, Ihre bisherigen Denkmuster durch ein Denken in Fülle zu ersetzen. Wenn Sie sich dabei ertappen, wieder in eine alte Denkfalle zu treten, dann stoppen Sie und konzentrieren Sie sich auf das Positive. Denken Sie in Lösungen, statt in Problemen. Gehen Sie Kooperationen ein, statt weiter Einzelkämpfer zu sein. Und achten Sie darauf, mit welchen Personen Sie sich umgeben. Halten Sie sich von Menschen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern fern, die alles negativ sehen. Und vergessen Sie nicht: Wir ernten, was wir säen. Alles was uns im Leben widerfährt, ist das Ergebnis unseres Denkens, unserer Überzeugungen und unserer Glaubenssätze. Deswegen lohnt es sich, den Blickwinkel zu ändern und neue Sichtweisen einzunehmen. Dann stellt sich auch der Erfolg ein.

Von Mag. Heide Maxima Kühnel, Unternehmens- und Marketingberaterin. www.kuehnel-marketing.at

Beitragsbild: Adobe Stockfoto

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